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Behandlung von Angst und Panikattacken in Koblenz

Hyperventilation - weniger ist mehr!

Normalerweise richtet sich die Intensität der Atmung nach dem Sauerstoffbedarf des Körpers. Wenn jemand ohne einen erhöhten Bedarf zu kräftig atmet, dann kann es im Körper zu Veränderungen kommen und Beschwerden auftreten. Deshalb nennt man eine im Verhältnis zum Bedarf des Körpers gesteigerte Atmung Hyperventilation.

Ursache für die Beschwerden ist eine zu starke Ausscheidung von Kohlendioxid. Dadurch kommt es zu einer Verschiebung im Säuren-Basen-Haushalt des Blutes mit einer anschließenden Elektrolytverschiebung. Dies spürt der Betroffene als Kribbeln in den Extremitäten bis zur Taubheit, Schwindel, Benommenheit oder Sehstörungen. Im Extremfall kann sogar eine Bewusstlosigkeit eintreten. Besonders auffällig sind Krämpfe der Armmuskulatur, die zu einer merkwürdigen Stellung der Arme führen, der sog. Pfötchenhaltung.

Um die negativen Auswirkungen zu lindern, sollte die ausgeatmete Luft in eine Plastiktüte geatmet werden. Aus dieser Tüte ist dann wieder einzuatmen. Dadurch reichert sich diese Luft mit Kohlendioxid an und der pH-Wert des Blutes normalisiert sich wieder. ACHTUNG! Die Tüte darf auf keinen Fall über den Kopf gezogen werden. Der Betroffene soll lediglich in die Tüte aus- und dann wieder aus ihr einatmen.

Gleichzeitig sollte auf eine Beruhigung hingewirkt werden, damit die Atmung sich normalisieren kann. Sobald dies der Fall ist und sich die Symptome zurückbilden, ist die Tütenatmung zu beenden.

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